Prosecco

WOWAS-Tipp
Fl
Italien   Venetien
Domus Vini
6,49
je Flasche, 8,65 € pro 1 l
inkl. MwSt. , zzgl. Versand
Informationen zur Lebensmittel-Kennzeichnung finden Sie hier
Cadelle Prosecco Spago DOP
Cadelle Prosecco Spago DOP

Prosecco: was ist das?

Prosecco ist ein italienischer Schaumwein mit einer geschützten Herkunftsbezeichnung. Wo wird Prosecco angebaut? Er darf lediglich in den Provinzen Friaul-Julisch Venetien und Venetien hergestellt werden, und das nur aus einer einzigen, in dem Weinbaugebiet autochthonen Rebsorte. Lang wurde eben jene Rebsorte ebenfalls als Prosecco bezeichnet, doch heute gibt es die Prosecco-Trauben nicht mehr. Stattdessen beschränkt sich der Titel auf den Wein, und man nennt die Rebsorte Glera. Interessanterweise betitelt Prosecco sowohl Schaumwein als auch Perlwein. Sogar der Stillwein heißt so. Unterschieden wird mehrheitlich in den Prosecco Spumante (Schaumwein) und den Prosecco Frizzante (Perlwein). Die Differenz zwischen Schaumwein und Perlwein liegt im Kohlensäuregehalt und damit im Überdruck, welcher in der Proseccoflasche vorhanden ist. Ist Prosecco Sekt? Ja, wenn man Sekt als Synonym für Schaumwein nimmt. Doch wie gesagt gibt es ihn auch als Perlwein ? und außerdem verwendet man den Begriff Sekt eher für deutschen Schaumwein als für Schaumweine im Allgemeinen. Kann man Prosecco mit Champagner vergleichen? Bedingt ja, wobei Letzterer in der Champagne in Frankreich produziert wird und mit seiner Herstellungsweise ein Vorbild für andere Schaumweine darstellt. Auf fast 24.000 Hektar Rebfläche wird in dem Weinbaugebiet die Weißweinsorte Glera für Prosecco Spumante und Prosecco Frizzante angebaut. Theoretisch ist es der Weinkellerei erlaubt, rund 10 % andere zugelassene Weißweinsorten wie Verdiso, Bianchatta, Weißburgunder oder Chardonnay hinzuzufügen, doch Glera wird bei den Prosecco-Marken bevorzugt.

Warum heißt Prosecco Prosecco?

Was bedeutet Prosecco, und wo kommt Prosecco her? Interessanterweise blickt dieser Schaumwein und Perlwein auf eine lange Vergangenheit zurück. Man kannte ihn bereits im Altertum, damals unter dem lateinischen Namen Vinum Pucinum. Erstmals schriftlich erwähnt wurde er als Prosecco Mitte des 18. Jahrhunderts in einem Gedicht. Es ist davon auszugehen, dass er seinen Namen einer Ortschaft verdankt, die inzwischen gar nicht mehr Teil des zugelassenen Weinbaugebiets ist. Der Ort war mit einer Burg auf einem Hügel verbunden. Experten vermuten, der Name des Dorfes Prosseck oder Prosegg leitet sich von dem slawischen Wort "proseku" ab, das "abgeholzte Fläche" bedeutet. Deutsche Wurzeln könnte die Ortschaft ebenfalls besitzen. Sicher ist jedenfalls, dass Prosecco nicht von dem italienischen Wort "secco" für "trocken" stammt, obwohl der Schaumwein gern trocken ausgebaut wird.

Wie wird Prosecco hergestellt?

Wie viele Schaumweine profitiert der Prosecco von strikten Richtlinien und ist auf seine Herkunft stolz. Gekeltert wird er niemals als Cuvée wie regulärer Sekt, sondern als sortenreiner Schaumwein aus der Weißweinsorte Glera. Sie wird zu einem Grundwein verarbeitet, indem der Traubenmost gärt. Diese erste, alkoholische Gärung wandelt den Zucker in Alkohol um. In dieser Hinsicht ähnelt die Prosecco-Herstellung der Produktion von anderen Schaumweinen. Wie erhält der Prosecco Spumante oder Prosecco Frizzante seine Kohlensäure? Das Kohlendioxid gelangt mittels Flaschengärung in den Wein. Das bedeutet, dass man den Grundwein in eine verkorkte Flasche gibt. In ihrem Inneren bildet sich Überdruck, sodass sich Kohlenstoffdioxid im Wein löst. Die traditionelle Flaschengärung von Prosecco führt zu einer Hefebildung, und diese Hefe muss abgerüttelt und aus der Flasche entfernt werden. Anders als beim Champagner verzichtet der Prosecco-Hersteller auf eine Dosage. Inzwischen verlassen sich diverse Weinkellereien im Veneto auf die Tankgärung statt der Flaschengärung nach der Champagner-Methode. Sie umfasst große Gärbehälter für die zweite Gärung, was die Prosecco-Herstellung mit weniger Aufwand und höherer Effizienz ermöglicht. Der Prosecco Frizzante oder Prosecco Spumante muss so nicht degorgiert werden. Er wird in die Proseccoflasche gefüllt und verkorkt. Diese Tankgärung kommt inzwischen bei den meisten Weingütern der Region zum Einsatz, und das ist gleichzeitig ein Unterschied zwischen Prosecco, Champagner und Winzersekt aus Deutschland.

Die Herstellung von Prosecco ist von Richtlinien geprägt. Der Perlwein und der Schaumwein aus Venetien sind auf ihren DOC-Status mit geschützter Herkunftsbezeichnung stolz. Die Tankgärung führt in der Regel zu einer lebhaften und ausgeprägten Kohlensäure mit einer feinen Perlage, die lang im Glas abbleibt. Der Perlwein ist ein wenig zurückhaltender. In beiden Fällen handelt es sich um Weißwein mit Kohlensäure, denn die Glera-Trauben sind das A und O für den Prosecco aus Venetien. Apropos DOC-Status: Es gibt sogar edlen Prosecco mit DOCG-Status, der aus der Provinz Treviso stammt. Sie stellt die Prosecco-Hochburg im Veneto dar und liefert sowohl den Prosecco di Conegliano Valdobbiadene ? aus den zwei Anbaugebieten Valdobbiadene und Conegliano ? als auch den Prosecco Colli Asolani, den man bei der Stadt Asolo produziert.

Wann trinkt man Prosecco?

Wie schmeckt Prosecco? Meist wird der Schaumwein als Prosecco Brut trocken ausgebaut. Er leuchtet strohgelb, besitzt einen finessereichen Duft und einen fruchtbetonten, frischen Geschmack. Sein Alkoholgehalt liegt bei mindestens 11 % vol. und sein Säuregehalt bei mindestens 4,5 g/l. Man trinkt Prosecco wie Sekt kalt bei einer Trinktemperatur von 6 bis 8 °C. Er eignet sich als Speisebegleiter, und das nicht nur zu italienischer Kost. Manche wollen mit dem Prosecco Cocktails mixen. Prosecco ? was passt dazu? Leichte Kost wie Meeresfrüchte, Fisch und helles Fleisch sind für ein Pairing aus Prosecco und Speisen geeignet. Will man Cocktails mit Prosecco mixen, passt er zu Früchten wie Beeren und zu floralen Geschmacksnoten.

Preisspanne
€ -
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