Tunesien

Weiße Sorten
Rote Sorten
WOWAS-Tipp
Fl
Tunesien   Mornag
F.W. Langguth Erben
3,99
je Flasche, 5,32 € pro 1 l
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Château de Mornag
Château de Mornag

Tunesischer Wein mit langer Geschichte

Bereits die Karthager und Phönizier brachten den Weinbau in Tunesien in Gang, doch es waren wie in vielen anderen Bereichen der Welt die alten Römer, welche im großen Stil mit dem Anbau von Rebstöcken begannen. Dieser Blütezeit schloss sich ein beinahe kompletter Niedergang der Weinherstellung in Tunesien an, als das Land sich von den Muslimen beherrscht wurde. Ab Ende des 19. Jahrhundert übernahmen die Franzosen die Kontrolle über das nordafrikanische Land und erweckten den Weinbau in Tunesien zu neuem Leben. Die Rebfläche war zu jenem Zeitpunkt auf kaum 1.000 Hektar geschrumpft, wobei sie fast ausschließlich der Kultivierung von Tafeltrauben diente.

Allgemeines zum Wein-Land Tunesien

Nicht viele sind sich dessen bewusst, dass der Weinbau in Tunesien ? wie in den übrigen Mittelmeerländern ? eine jahrhundertelange Tradition besitzt. Wein aus Tunesien gilt hierzulande eher als Geheimtipp, und gerade das weckt das Interesse mancher Kunden. Bei Tunesien handelt es sich um einen nordafrikanischen Staat, der an Libyen und Algerien grenzt und zudem über Küste am Mittelmeer verfügt. Die Republik mit der Hauptstadt Tunis nennt rund 11,3 Millionen Einwohner ihr Eigen und erstreckt sich über eine Fläche von knapp 160.000 km2. Mehrere Völker beeinflussten das Land in Nordafrika im Laufe seiner bewegten Geschichte, u. a. Frankreich, was sich bis heute in der Kultur und beispielsweise in der Landessprache niederschlägt. Als nördlichstes Land auf dem afrikanischen Kontinent liegt Tunesien beinahe näher an Europa als an den übrigen Ländern Afrikas. Von der zu Italien gehörenden Insel trennen das Land lediglich 140 km.

Zwischen der Sahara und dem Mittelmeer gelegen, wird die tunesische Republik von verschiedenen Landschaftszonen und Klimazonen geprägt. Der Norden des Landes gilt als fruchtbarer und besitzt fast alle bedeutenden Gewässer wie den Fluss Medjerda mit etwa 80 % des Wasservorkommens. Im zentralen und südlichen Teil herrscht Trockenheit, sodass dort der Weinbau in Tunesien nicht möglich ist. Man trifft jedoch auf Grundwasservorkommen und daran gekoppelte Oasen. Arides Klima und mediterranes Klima kennzeichnen das Leben, die Landwirtschaft und den Weinbau in Tunesien, wobei man fast nur in der Winterzeit mit Niederschlagen rechnen muss. Ein Großteil des Landes ist von Steppen und Halbwüsten gekennzeichnet, mit Ausnahme des Nordens und der dortigen Küstenregionen, wobei es neben landwirtschaftlich genutzten Flächen für den Anbau von Datteln, Getreide, Zitrusfrüchte und Gemüse sogar Waldbestände gibt. Dort befinden sich auf die Weinbaugebiete in Tunesien. Im südlichen Teil der Republik konzentriert man sich auf die Viehzucht und die Oasenwirtschaft.

Der Weinbau in Tunesien

Frankreich konzentrierte sich erst auf eine Parzelle von 50 Hektar Weinbergen und verwandelte Tunesien in einen Lieferant von Verschnittweinen und Deckweinen. Die spätere Unabhängigkeit von der französischen Herrschaft machte dieser Vorgehensweise ein Ende. Mitte des 20. Jahrhunderts verdrängte die Planwirtschaft die Herstellung von Wein in Tunesien beinahe komplett. Erst Jahrzehnte später begann man erneut mit dem Weinbau in Tunesien und orientierte sich dabei u. a. am französischen Weinrecht mit seinen geschützten Herkunftsbezeichnungen und Appellationen.

Wüstenstürme machen den Weinbau in Tunesien alles andere als einfach, gepaart mit Bewässerungsproblemen. Dennoch hat sich tunesischer Wein etabliert und wird außerdem immer konkurrenzfähiger. Die Weingüter erreichen in guten Erntejahren eine jährliche Produktionskapazität von rund 400.000 hl Wein aus Tunesien. Die Anbaufläche für die roten und weißen Rebsorten umfasst aktuell weniger als 30.000 Hektar. Rotwein aus Tunesien und Roséwein aus Tunesien konzentrieren sich auf Weinbaugebiete bzw. Appellationen wie Mornag und Grand Cru Mornag, Tebourba (flächenmäßig groß und der Sitz von bekannten Weingütern), Thibar (für den einen oder anderen Weißwein geschätzt und von heißen Sommern sowie kalten Wintern geprägt), Sidi Salem, Coteaux d'Utique und Kelibia.

Warum Wein aus Tunesien kaufen?

Wein aus Tunesien wird aufgrund der französisch wirkenden AOC-Angaben zum Teil mit den Weinen aus Frankreich verwechselt, doch auch davon abgesehen hat er Aufmerksamkeit verdient. Kultiviert werden mehrheitlich südfranzösische Rebsorten in den Weinbaugebieten im Norden. Cinsault und Cabernet spielen gemeinsam mit Grenache, Alicante Bouschet, Mourvedre und Syrah (Shiraz) eine wichtige Rolle, wenn es um feine Weine aus Tunesien geht. Zudem kann man einen Anstieg der Tafeltraubenproduktion vermerken. Körperreiche Rotweine aus Tunesien und ebenso üppige Roseweine aus Tunesien dominieren, wohingegen kaum Weißweine aus Tunesien erhältlich sind. Wer Lust auf trockenen und fruchtigen Rotwein aus Tunesien hat, wird z. B. beim regionaltypischen AOC-Wein aus Kelibia aus der Rebsorte Alexandria (Muskateller) fündig. Mornag als die größte AOC-Weinbauregion in Tunesien ist ein Garant für landestypischen, gleichzeitig französisch wirkenden Genuss aus qualitativ hochwertigen Rebsorten. Kräftiger tunesischer Rotwein mit gut eingebundenen Tanninen findet aus der noch edleren Lage Grand Cru Mornag. Dieses Weinbaugebiet liefert leichte Weißweine aus Ugni Blanc, international anerkannte Roseweine aus Grenache und Cinsault sowie grandiose tunesische Rotweine aus Carignan, mit anderen Trauben verschnitten. Wein aus Tunesien eignet sich generell als Speisebegleiter.

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