Österreich

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Österreich   Burgenland
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Trockenbeerenauslese Scheurebe
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Österreichischer Wein - köstlich und ohne Starallüren

Die geografischen Gegebenheiten führen dazu, dass es von Region zu Region teilweise starke klimatische Unterschiede zu beobachten gibt. Sowohl der Niederschlag als auch die Temperaturen im Sommer und im Winter sind von den Bergen und anderen landschaftlichen Merkmalen geprägt, sodass das regionale Klima nicht immer mit den allgemeinen Durchschnittswerten übereinstimmt. Das wirkt sich auf den Weinbau in Österreich aus, obwohl er in diversen Weinbaugebieten erfolgreich durchgeführt wird. Wein ist sogar das wichtigste Exportgut der Österreicher. Zu den Hauptabsatzmärkten zählen die USA, die Schweiz und - mit einem beachtlichen Anteil an über 60 % - Deutschland.

Allgemeines zum Wein-Land Österreich

Selbstverständlich darf man die Rechnung nicht ohne einen unserer Nachbarn machen, wenn es um den Wein aus aller Welt geht. Die Österreicher verstehen sich genauso wie die Einwohner der angrenzenden Länder auf die Weinproduktion, auch wenn diese eher im kleinen Stil stattfindet. Was begünstigt den Weinbau in Österreich, und was macht den Wein aus Österreich empfehlenswert?

Das Land ist wie Deutschland eine Bundesrepublik in Zentraleuropa. Rund 8,8 Millionen Einwohner verteilen sich auf eine Gesamtfläche von knapp 84.000 km2, sodass Österreich ein kleines Land ist. Als Mitgliedstaat der EU gehört es zu den deutschsprachigen Ländern mit dem Euro als Währung. Der demokratische, föderale Bundesstaat mit der Hauptstadt Wien grenzt an die Schweiz, Deutschland, Ungarn, die Slowakei, Slowenien, Tschechien und Liechtenstein und hat somit trotz der geringen Ausdehnung eine sehr multinationale Grenzlinie. Österreich unterteilt sich in neun Bundesländer: Kärnten, das Burgenland, Oberösterreich, Niederösterreich, Salzburg, die Steiermark, Vorarlberg, Tirol und Wien. Zu den Großstädten neben der Hauptstadt gehören Salzburg, Linz, Graz und Innsbruck. Das größte Siedlungsgebiet ist die Metropolregion Wien mit einer Einwohnerzahl von mehr als 2,5 Millionen. So gesehen konzentrieren sich über 25 % der österreichischen Bevölkerung in der Hauptstadtregion. Bevölkerungsreich sind außerdem Niederösterreich und Oberösterreich sowie die Steiermark. Die Republik in ihrer heutigen entstand ab 1918, nach dem für Österreich-Ungarn verlorenen Ersten Weltkrieg. Bemerkenswert ist, dass Österreich zu den wohlhabendsten Ländern der Europäischen Union zählt, mit einem höheren Bruttoinlandsprodukt als beispielsweise Deutschland. Als Industriestaat ist das Land vor allem für den Maschinenbau bekannt. Die österreichische Wirtschaft profitiert des Weiteren vom Tourismus, vom Bergbau sowie von der Landwirtschaft und geringfügig vom Weinbau in Österreich. Gerade der Tourismus ist ein wichtiger Wirtschaftszweig, wobei sowohl die Wintersaison als auch die Sommersaison für hohe Umsätze sorgt. Der Wellness-Tourismus erfreut sich gemeinsam mit dem Kulturtourismus großer Beliebtheit, und auch der Wein aus Österreich lockt so manch einen Fan in das schöne Land. Pro Jahr besuchen bis zu 26 Millionen Touristen Österreich, allen voran die Hauptstadt Wien.

Fast zwei Drittel des österreichischen Staatsgebiets sind von Gebirgen geprägt, was sich sowohl auf die Wirtschaft als auch auf den Weinbau in Österreich auswirkt. Die Alpenrepublik verfügt jedoch auch über ausgedehnte Ebenen und fruchtbare Täler, u. a. von Flüssen wie der Donau und von Seen wie dem Neusiedler See geprägt. Das Wiener Becken, die Ostalpen, das Burgenland, die Steiermark und das Alpenvorland sind bei Touristen beliebt. Man nennt die Südsteiermark aufgrund ihrer landschaftlichen Ähnlichkeit zur italienischen Toskana auch Steirische Toskana - und so gesehen ist es nicht weiter verwunderlich, dass so manch ein österreichischer Wein dort entsteht.

Der Weinbau in Österreich

Die Gesamtrebfläche beträgt etwa 45.000 Hektar, was im Vergleich zur Landesfläche weder sehr viel noch sehr wenig ist. Der Weinbau in Österreich begann im sehr kleinen Stil wahrscheinlich 900 bis 700 v. Chr., wobei die alten Römer Jahrhunderte später den Grundstein für die heutige Herstellung von Wein in Österreich legten. Später waren Klöster und landwirtschaftliche Betriebe für die Förderung des Weinanbaus zuständig. Zwar hat sich der Weinbau in Österreich im Laufe der Zeit weiterentwickelt, doch es ließen sich auch Rückgänge beobachten - vor allem in der jungen Vergangenheit. So waren in den 90er-Jahren noch mehr als 30.000 Betriebe an der Weinherstellung in Österreich beteiligt, wohingegen es gegenwärtig nur mehr rund 20.000 sind. Davon agieren 6.500 auch selbst als Abfüller von eigenem Wein, was den Weinbau in Österreich von dem in den Nachbarländern abhebt.

Bekannte Weinbaugebiete in Österreich

Österreich unterteilt sich in drei übergeordnete Weinbauregionen, die wiederum in 18 Weinbaugebiete unterteilt werden. Das Bergland umfasst die Bundesländer Oberösterreich, Kärnten, Tirol, Vorarlberg und Salzburg. Das treffend benannte Weinland erstreckt sich über Niederösterreich, Wien und das Burgenland. Und das ebenfalls dem Namen gerecht werdende Steirerland ist lediglich der Steiermark gewidmet. 12 der Weinbauregionen in Österreich befinden sich im Weinland. Erwähnenswert sind neben der Wachau noch das Kremstal und das Kamptal sowie das Weinviertel mit DAC-Qualitätswein mit geschützter Herkunftsbezeichnung. Auch am Neusiedler See und im Mittelburgenland darf ausschließlich DAC-Wein aus Österreich gekeltert werden. Die Weinbauregion Wien ist in der Hinsicht besonders, weil sonst kaum eine Hauptstadt der Welt wirklich mit der Herstellung von Wein verbunden ist. Wien ist vorwiegend für Weißwein aus Österreich aus Rebsorten wie Weißburgunder und Grüner Veltliner verantwortlich. Die Weinbauregion Steirerland mit über 4.000 Hektar Weinbergen in vorteilhaften Steillagen umfasst rund 8 % der gesamten österreichischen Rebfläche. Sie gliedert sich in die drei Weinbaugebiete Südsteiermark - mit Weißwein aus Österreich aus Sauvignon Blanc und Welschriesling - sowie Weststeiermark mit knapp 260 Weinkellereien und Vulkanland Steiermark mit beinahe 1.200 Weingütern.

Warum Wein aus Österreich kaufen?

Beim Weinbau in Österreich überwiegen die Weißweinsorten, wohingegen in vielen anderen Ländern in Europa die Rotweinsorten dominieren. Ein guter Weißwein aus Österreich basiert auf Rebsorten wie Grüner Veltliner, Sauvignon Blanc, Welschriesling, Weißburgunder, Rivaner (Müller-Thurgau), Chardonnay, Muskateller oder Gemischter Satz. Rotwein aus Österreich aus Rebsorten wie Blauer Zweigelt, Blaufränkisch, Blauer Portugieser, Blauburger, Blauburgunder, Sankt Laurent und Merlot ist seltener, aber ebenfalls den Versuch wert. 22 Weißweinsorten und 18 Rotweinsorten spielen beim Wein aus Österreich eine Rolle. Alles in allen sollte man Weine aus Österreich kaufen, wenn man nach einer Alternative zu Wein aus Deutschland sucht oder sich am Preis-Leistungs-Verhältnis orientiert. Die Österreicher unterteilen ihren Wein in mehrere Qualitätsstufen wie Wein, Landwein, Qualitätswein, Kabinettwein und Prädikatwein. Die geschützte Herkunftsbezeichnung DAC (Districtus Austriae Controllatus) kennzeichnet die gebietsspezifischen Qualitätsweine aus Österreich seit 2003. Als jüngsten DAC-Wein aus Österreich gibt es seit 2013 den Gemischten Satz als DAC aus der kleinen, doch bedeutenden Weinbauregion Wien. Lokale (nicht gesetzlich geregelte) Bezeichnungen wie Steinfeder, Heuriger, Smaragd und Federspiel haben sich beim Wein aus Österreich ebenfalls eingebürgert.

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